Blutiges Labyrinth

Rezension zu Guillermo del Toros Film „Pans Labyrinth“.

Mit Pans Labyrinth habe ich einen Film gefunden, der vielleicht alle Fantasy-Klassiker überragt. Dabei ist es nicht mal ein Fantasy-Film im klassischen Sinne, für den, der zuendeguckt, lässt sich ein tieferer Sinn erkennen. Ein Kollege aus der Filmbranche hat mich auf eine neue Stilrichtung namens Dark Drama hingewiesen. Dies ist kein Kinderfilm. In Pans Labyrinth fließt Blut.

Ofelia und der Faun

Poster zum Film.
Poster zum Film.

El laberinto del fauno, so der Originaltitel, spielt in Spanien, 1944, einige Jahre, nachdem Franco das Regime übernommen hat. Das kleine Mädchen Ofelia reist mit ihrer schwangeren Mutter zu ihrem neuen Ehemann, der von einem abgelegenen Stützpunkt Partisanen bekämpft. In der Nähe des Hofes findet sie ein altes Labyrinth. Dort begegnet sie einem Fabelwesen.

Die Eigenheiten der Figuren, ihre Taten und deren Auswirkungen auf den Verlauf der Handlung, die Musik, Kleinigkeiten wie die Wahl der Namen, die Bedeutung in jedem Bild, die Ernsthaftigkeit und Detailtreue der Geschichte – das alles macht mir die Vollkommenheit des Films bewusst! Der Regisseur und Drehbuchautor Guillermo del Toro war im Übrigen auch am Drehbuch der Hobbit-Filme beteilligt.

Pans Labyrinth, 118 min
Originaltitel: El laberinto del fauno
Regie/Buch: Guillermo del Toro
Kamera: Guillermo Navarro
Musik: Javier Navarrete
Schnitt: Bernat Vilaplana
Szenenbild: Pilar Revuelta
Kostümdesign: Lala Huete
Originalsprache: Spanisch
Besetzung: Ivana Baquero, Doug Jones, Sergi López, Maribel Verdú, Ariadna Gil u. a.

Spanien/Mexiko, 2006

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