Herr Lehmann wird 30

Rezension zu Leander Haußmanns Film „Herr Lehmann“.

Quelle: beststuff.com

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Frank Lehmann wird 30. Alle nennen ihn jetzt Herr Lehmann.

Die Verfilmung von Sven Regeners Roman zeigt, wie man alltĂ€gliche, unbedeutende Situationen zu einer belustigenden Geschichte verknĂŒpft. Und wie schafft es die Geschichte, Bedeutungslosigkeit unendlich wichtig erscheinen zu lassen? Sie lĂ€sst sich in ein historisches Ereignis auflösen: den Mauerfall. Regisseur Leander Haußmann hat es geschafft, die Emotionen am Ende zu einer Eruption zusammenzufassen, die er einfach mal ausklammert.

Dialoge, Schauspiel, Musik

Die Dialoge sind so nichtssagend, dass sie viel zu sagen haben. Gesprochen werden sie mit mehr oder weniger Talent. FĂŒr Christian Ulmen in der Titelrolle ist es ein DebĂŒt. Es geht um unerfĂŒllte TrĂ€ume, erfolglose KĂŒnstler und darum, einfach nur der zu sein, der man ist. Die Themen könnten aus Liedern von Element of Crime stammen. Der Autor singt und dichtet nĂ€mlich in der Band. Neben anderer toller Musik ist natĂŒrlich auch Element of Crime zu hören. Wem Buenas Tardes Amigo von Ween so gut gefĂ€llt wie mir: Das Lied lĂ€sst sich mit drei Akkorden auf Gitarre spielen.

Schön, tragisch, nichtig und komisch. Herr Lehmann ist der perfekte Film fĂŒr eine Winterdepression. VerfĂŒgbar auf Netflix. Das Buch kann ich ĂŒbrigens auch empfehlen. Ich habe es mir vom Autor vorlesen lassen, gibt es als CD-Pack.

Herr Lehmann, 1h 45 min
Regie: Leander Haußmann
Buch: Sven Regener
Kamera: Frank Griebe
Produktion: Claus Boje
Besetzung: Christian Ulmen, Katja Danowski, Detlev Buck, Christoph Waltz u. a.
Originalsprache: Deutsch

Deutschland, 2003

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