Kammer-Action

Rezension zu Nicolas Winding Refns Film „Bleeder“.

Der Film Bleeder hat einen ungewöhnlichen, aber simplen Anfang. Die Figuren werden mit einer ihnen passenden Musik und einer Einblendung ihres Namens vorgestellt. So einfach geht es auch weiter. Wenige Sets, einfache und aussagekräftige Dialoge … Der Film ist so einfach, dass ich mich frage, warum schafft er es, das Interesse und die Spannung herzustellen, die ein wirklich gutes Actiondrama braucht.

Einfach einfach

Poster zu Bleeder
Poster zu Bleeder

Die Handlung ist archaisch in ihrer Umsetzung. Leos Freundin ist schwanger. Er steht vor einer inneren Krise. Als der Bruder seiner Freundin ihn mit in eine Bar nimmt, ist er Zeuge eines Gewaltaktes, das ihn bis zum Schluss beeinflussen wird.
Nicolas Winding Refn schafft es, mit wenigen Mitteln viel zu machen. Dazu kommt ein spannendes Spiel zwischen den Schauspielern, selbst in Dialogen, in denen ständig das gleiche gesagt wird. Besonders Mads Mikkelsen hat mit der Figur eines jugendlichen Videofilm-Junkies eine großartige Einfachheit. Ein Lehrfilm für Schauspieler, Dramaturgen und alle, die etwas mit Film zu tun haben.

Bleeder, 98 min
Regie/Buch: Nicolas Winding Refn
Kamera: Morten Søborg
Musik: Mads Heldtberg
Originalsprache: Dänisch
Besetzung: Kim Bodnia, Mads Mikkelsen, Rikke Louise Andersson, Liv Corfixen, Levino Jensen u. a.

Dänemark, 1999

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