Quentins brüchiger Film

Rezension zum Film „From Dusk till Dawn“ (1996) von Robert Rodriguez.

Das Filmposter zu „From Dusk till Dawn“. © Dimension Films, 1996
Das Filmposter zu „From Dusk till Dawn“. © Dimension Films, 1996
Genrebrüche haben eine wunderbar läuternde Wirkung. Hässliche Hauptdarsteller? Bei Robert Rodriguez kein Problem. Wie erfrischend! Aber kombiniert mit übelster Brutalität? Das ist es immer noch, was Quentin Tarantino komisch macht, auch wenn hier Rodriguez Regie geführt hat. Tarantino als Drehbuchautor: genial. Der junge Quentin spielt an der Seite von George Clooney ebenso toll. Die beiden ergänzen sich: Clooney spielt Seth, den berechnenden Ganoven, der aus Geldgier handelt. Sein Bruder Richard ist Triebtäter. Die Charakterzeichnungen bieten schon ausreichend Konfliktpotential, das die beiden von einer komischen Situation in die nächste treibt, bis … ja, bis – Je weniger man vorher über den Film weiß, desto besser.

Achtung, Zensur!

Als ich den Film per Online-Screening auf Netflix.com fertiggeguckt hatte, war es schon zu spät. Lieber Filmzuschauer, lass dir den Spaß nicht durch eine Schnittfassung verderben, die das Stück von vorne bis hinten zerhackt. Achte auf eine Altersbeschränkung ab 18 Jahre. Wer brutale Filme nicht sehen mag, dem bringt es sowieso nichts, From Dusk till Dawn anzugucken. Ein Klassiker! Wenn ich mir die Neuverfilmung ansehe, werde ich darüber berichten, falls ich es für lohnenswert erachte.


From Dusk till Dawn, 103 min
Regie: Robert Rodriguez
Kamera: Guillermo Navarro
Buch: Quentin Tarantino, Robert Kurtzman
Originalsprache: Englisch, Spanisch
Besetzung: George Clooney, Quentin Tarantino, Harvey Keitel, Juliette Lewis u. a.

Veröffentlichung: USA, 1996

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