Vor diesem Film solltest du nichts essen

Rezension zum Film „Oldboy“ von Park Chan-wook.

Wenn du Quentin Tarantino magst, solltest du dir diesen Namen gut einprägen (falls du ihn dir merken kannst): Park Chan-wook. Dabei handelt es sich um einen südkoreanischen Regisseur. Ich habe mir auf Netflix Oldboy angesehen. Fantastisch! Nicht umsonst hat der Regisseur dafür 2004 den Großen Preis in Cannes gewonnen.

Wegweisende Bilder

Der Regisseur in Cannes 2009. Foto: Masha Kuvshinova, CC BY 3.0
Der Regisseur in Cannes 2009. Foto: Masha Kuvshinova, CC BY 3.0

Ein Mann wird verschleppt und für 15 Jahre eingesperrt. Warum? Der Täter hinterlässt sein Motiv und seine Identität zunächst als Rätsel zurück. Mit dem Ziel, sich zu rächen, begibt sich das Opfer auf die Suche nach dem unbekannten. Aber über den Plot möchte ich nicht zu viel verraten. Oldboy ist der zweite Teil einer Rachetrilogie, die mit Sympathy for Mr. Vengeance beginnt und mit Lady Vengeance endet. Die Filme stehen aber für sich, unabhängig voneinander. (Nur weil es ein Rachefilm ist, bedeutet es übrigens nicht zwangsläufig, dass die Rache des Protagonisten glücken muss.) Was Oldboy ausmacht, sind die überraschenden, absurden Wendungen, erfülltes, extremes Schauspiel, tolle Kämpfe und wegweisende Bilder, die dem Medium Film mehr gerecht werden als die Millionen langweiligen, sich wiederholenden Blockbuster. Guck ihn dir an. Auch wenn Oldboy schon ab 16 ist: Wenn du empfindlich bist, solltest du vorher nichts essen.

Oldboy, 2h
Regie: Park Chan-wook
Drehbuch: Park Chan-wook, Lim Chun-hyeong, Hwang Jo-yun
Nach einem Comic von: Garon Tsuchiya
Kamera: Chung Chung-hoon
Musik: Jo Yeong-wook
Besetzung: Choi Min-sik, Yoo Ji-tae, Kang Hye-jeong u. a.

Südkorea, 2003

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